Was sind fake News im Zusammenhang mit Corona? Eigentlich alles, das sich nicht konkret verifizieren lässt. Das gilt insbesondere bei tiefen bis sehr tiefen Testzahlen wie dies in letzter Zeit in der Schweiz der Fall war. Wieso waren die Zahlen theoretisch tief? Kann es sein, dass aufgrund des Drucks, die Wirtschaft zu öffnen, einfach tiefe Zahlen zur Veröffentlichung notwendig waren und sind? Während in vielen Ländern der Welt, insbesondere China und USA sehr viel getestet wird, und dadurch die Fallzahlen höher sind, wird in anderen Staaten wie auch in der Schweiz sehr wenig getestet, wodurch der Schein aufkommt, dass die Lage im Griff ist. Nimmt man rein rechnerisch an, dass durchschnittlich bei 4000 Getesteten, 40 Infektionen festgestellt wurden, so kommt man bei einer angenommenen Bevölkerungszahl von 8’500’000 auf 85’000 Neuinfektionen pro Tag. Mynewsroom hat beim BAG nachgefragt, ob eine solche Berechnungsweise den Tatsachen einigermassen entspricht, ohne eine Antwort zu erhalten. Somit muss sich jeder selber ein Bild machen und abwägen was für ihn stimmt. Man erinnert sich, dass der Bundesrat (Berset, SP) und das BAG die Bevölkerung lange Zeit angelogen haben, indem behauptet wurde, Masken nützen nichts. Inzwischen hat sich die Meinung von Bundesrat und BAG um 180 Grad gedreht. Aber Konsequenzen gezogen wurden keine. Noch immer besteht nirgends Maskenpflicht. Hier nimmt sich der Bundesrat und das BAG aus der Verantwortung – wie man das ja gewohnt ist, und delegiert diese an die Kantone.

In Hotspots von Zusammenrottung vieler Personen auf engstem Raum ohne Ausweichmöglichkeit (Tram, Bus, Zug – etwas weniger Konkret: in Lebensmittelgeschäften etc.) wurde bis heute keine Maskentragpflicht erlassen. Der Bundesrat delegiert die Verantwortung an die Kantone und die Selbstverantwortung der ÖV und Ladenbetreiber. Diese wiederum erwarten, dass der Bund aktiv wird. So verkommt das Ganze zu einem unsäglichen Ping-Pong, wo jeder dem anderen die Verantwortung zuschiebt. Niemand hat die Eier um hinzustehen und diesen Entscheid zu fällen.

Auch versagen die Verantwortlichen erneut, denn es wird nicht erhoben (oder nicht publiziert), wo die meisten Ansteckungen stattfinden. Zu Recht wird veröffentlicht, wenn an gewissen Orten (Beispiel Discos) Hotspots entstehen, aber ob der ÖV ebenso ein Hotspot sein kann, wird nicht verfolgt, obwohl bekannt ist, dass dort das Social Distancing gar nicht möglich ist. Die ÖV Verantwortlichen tun sich selbst keinen Gefallen, wenn sie nicht proaktiv Maskentragen verlangen, denn wer kann, meidet den ÖV. Entsprechend tief sind die Einnahmen.

Die rasche und weitgehende Öffnung wird von Wirtschaft und Politik gleichermassen verlangt. Allerdings aus unterschiedlichen Motiven. Es entsteht eine unheilige Allianz. So will die Wirtschaft, dass raschmöglichst wieder zu normähnlichen Verhältnissen zurückgefunden wird, was unter den mit vielen Auflagen versehenen Bedingungen, verhältnismässig ist. Die Linken Anliegen (Demos) sind jedoch mit keinen Auflagen verbunden, die durchgesetzt werden. Dazu konnte man kürzlich lesen (Kommentar dazu in Rot):

„Alle Veranstaltungen mit bis zu 1000 Personen können wieder durchgeführt werden.

An Demonstrationen gibt es keine Obergrenze für die Anzahlt teilnehmender Personen, es gilt aber eine Maskentragpflicht. Mit diesem nicht nachvollziehbaren Entscheid hat sich die politische Linke mal wieder durchgesetzt. Ihrer Klientel wird ein Persilschein gewährt. Das ist lediglich eine nachträgliche Bewilligung aller Demos, die sich eh nicht an solche Vorschriften halten. Unterstützung bekamen sie zudem teilweise von der politischen wie fachlichen Polizeiführung mit der Begründung „es wäre unverhältnismässig“ einzuschreiten. Bei Parkbussen heisst es aber, Gesetz ist Gesetz. 

Für alle Einrichtungen und Veranstaltungen müssen Schutzkonzepte vorhanden sein. Das dürfte etliche Organisatoren kaum interessieren, vor allem jene der unbewilligten Demos.

Der Mindestabstand zwischen zwei Personen wird auf 1,5 Meter reduziert. Davon kann sich jeder Bürger selbst ein Bild machen, wenn er an der nächsten Demo nicht mehr Tram, Bus oder Auto fahren kann und genügend Musse und Zeit hat, die Umzüge zu verfolgen.“

Wann kommt die 2. Welle? Inaktivität der Politik. Gefährliche Entwicklung. Importierte Gefahr.

In den letzten Tagen ist es bei verschiedenen Veranstaltungen im Nachtleben vermehrt zu Ansteckungen gekommen. Selten wird in den Mainstreammedien darauf hingewiesen, dass solche Hotspots durch Fälle aus dem Balkan (Serbien) eingeführt wurden. Gewisse Leute haben ein anderes Verständnis an die Einhaltung von vernünftigem Verhalten und die Politik wartet mal wieder ab, wie seinerzeit im Tessin, bis eventuell endlich wieder gehandelt (werden muss).

Dass Masken schützen, ist inzwischen wohl überall angekommen und wird auch empfohlen und an die Selbstverantwortung der Bürger gehofft. Pustekuchen. Nachdem der Bundesrat und das BAG nicht müde wurden, fälschlich zu behaupten, dass Masken wenig nützen, sitzt dies noch immer in den Köpfen der Leute und eine Akzeptanz ist schwierig. Nur eine Maskentragpflicht – die nun wahrscheinlich überall in geschlossenen Räumen kommen sollte – kann die neue Ausbreitung verlangsamen.

Wenn der Bundesrat nur einen Funken Anstand und Verantwortung hat, setzt er sich für die Bevölkerung ein und verordnet endlich die Maskentragpflicht.

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