Corona: BR Sommaruga und Berset, SP, loben, der Bundesrat hätte rasch und korrekt gehandelt. Es braucht wahrscheinlich schon eine Brise Arroganz, eine Situation völlig falsch darzustellen.

Wo lag der Bundesrat denn daneben:

  • Die Grenzen zu  Italien und Frankreich wurden nicht kontrolliert geschlossen. Zuerst hies es, es sei zu früh und dann als man merkte, dass die Situation aus dem Ruder lief, wurde erklärt es sei zu spät. Die SBB ist längste Zeit fröhlich nach Mailand gependelt, hätten die Italiener dies nicht unterbunden
    Es ist nie zu spät, das Richtige zu tun!
  • Die Bevölkerung wurde mehrfach unkorrekt und falsch informiert:
    1. zuerst wurde behauptet, dass Masken nichts brächten. Nie wurde ehrlich Kommuniziert, dass keine Masken da sind. Nachdem nun die ganze Welt auf Masken setzt, wird zögerlich erwähnt, dass bei einer Lockerung der Massnahmen teilweise Masken sinnvoll und notwendig sein könnten. Noch immer ist allerdings unklar, ob sich irgend jemand beim Bund darum bemüht unverzüglich Masken in genügender Zahl zu beschaffen, damit die ganze Bevölkerung damit versorgt werden kann.
    Eine derartige Sturheit ist unverantwortlich und nicht nachvollziehbar.
    2.
    auf das Thema der Desinfektionsmittel wurde kaum eingegangen. Auch da ist kaum Material
    vorhanden, denn der Bund hat die Vorräte privatisiert und nicht interveniert, als diese veräussert
    wurden.
    Wohl deshalb wurden in der Schweiz die Trams, Busse, Züge, Flugzeuge (mit Ausnahmen) nicht
    desinfiziert. Die Abstandsregel ist nicht einhaltbar. Sie werden von den Passagieren ohne
    Masken zugelabbert (ein schöner Teil der Menschen hat nun mal eine feuchte Aussprache).
    In Kombination mit Desinfektion wäre ein guter Schutz möglich, notabene auch
    für die normale Grippe. So waren diese Transportmittel vermutlich ein Hotspot der
    Verbreitung. Da die handlichen kleinen Desinfektionsfläschen nicht mehr erhältlich waren,
    wurde von Bern immer nur von Händewaschen gesprochen. Aber Händewaschen geht nicht, wenn man aus dem ÖV aussteigt. Mit Desinfektionsmitteln wäre dies möglich.

Sollte die Lockerung kommen, müsste unbedingt eine Maskentragpflicht verhängt werden, da dies bei der Schweizer Bevölkerung noch nicht verankert ist. Erschreckend muss festgestellt werden, dass in Trams und Bussen keinerlei Rücksicht auf die Abstandsregeln genommen wird. Logisch ist es im ÖV auch schwierig. Darum muss dort eine Maskentragpflicht kommen. Auch sollte Desinfektionsmittel verfügbar sein und das Rollmaterial muss täglich desinfiziert werden.

Wie man nun hört, plant der Bund keine allgemeine Maskentragpflicht im öffentlichen Raum (welcher den ÖV einschliesst). Die Wirtschaft und alle anderen vernünftig und logisch denkenden Menschen empfehlen dies jedoch dringend.

Leider hat es noch immer viel zu wenig Masken und der Bund weigert sich offensichtlich, genügend Masken anzuschaffen (die geplanten 100 Millionen bis Ende April sind absolut unzureichend). Bei angenommener Nutzung von täglich künstlerisch geschätzten 8 Millionen wäre dieser Vorrat in rund 13 Tagen verbraucht). Auch wurde noch nicht kommuniziert, wie diese Masken zur Bevölkerung kommen. Es erstaunt sehr, dass die Privatwirtschaft noch nicht in diese Bresche eingesprungen ist.

Trotz aller Kritik, scheinen der teilweise Lock Down und die nun geplante langsame Öffnung die Notlösungen zu sein, die sich noch angeboten hat. Gewünscht wäre von Anfang an Ehrlichkeit in der Kommunikation gewesen. Davon hätte die Politik nur profitieren können.

DRINGENDER APELL AN BUND UND WIRTSCHAFT:

  • Besorgt endlich das fehlende Material inkl. Masken für ALLE
  • Einführung Maskentragpflicht im ÖV und allen Geschäften

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