mynewsroom.org hat vor der an Sturheit grenzende unsägliche Politik der Schweizer Nationalbank verschiedentlich aufgezeigt. Niedrige, dann Minuszinsen, dafür in nicht nachvollziehbarem Rahmen Käufe von Aktien, Devisen etc. Gerechtfertigt wurde und wird dieses Handeln mit der Behauptung, man wolle den Schweizerfranken schwächen, damit die Exportwirtschaft international kompetitiv bleibe.

Diese Behauptung war jedoch falsch:

  • die Exportwirtschaft steigerte ihre Volumen regelmässig, obwohl die Währungen nicht wirklich günstiger wurden
  • man liess das Argument nicht gelten, dass beim starken Franken die Importe entsprechend billiger werden. Aber: da die Schweiz keine Rohstoffe hat, wird praktisch alles günstig importiert, was die Exporte nicht ins unermessliche verteuert
  • zudem trauten die Beamten der Exportwirtschaft nicht zu, dass diese sehr innovativ ist
  • auch konnten sich die Beamten nicht vorstellen, dass die qualitativ sehr hochstehenden Schweizer Produkte im Ausland eben sehr gesucht sind und auch bei einem höheren Preis nachgefragt werden
  • zielführend und wirklich hilfreich gewesen wäre vor allem die massive Reduktion von Vorschriften und ganz allgemein verwaltungstechnischen Hürden sprich Bürokratie. Aber so etwas ist bei der (vorwiegend grün- linken) Politik schwer machbar

Die von der SNB gewählte Strategie hat man wahrscheinlich den USA und der EU abgeschaut. Dass solche Eingriffe wirkungslos sind, hat sich in genau diesen Ländern bestätigt. Über viele Jahre wollten diese National- und Zentralbanken die Teuerung in Richtung von 2 % bringen, was gewaltig misslang. Obwohl dieses Ziel jahrelang nicht erreicht werden konnte, suchte man insbesondere bei der EZB nicht etwa nach neuen Lösungen, sondern führte solche Ankaufsprogramme unter anderem auch mit absoluten Schrott-Titeln weiter.

Seit Jahren leiden Sparer, Pensionskassen unter obigen Massnahmen

Die Schweizer Sparer, Pensionskassen etc. wurden durch die von Politik und SNB gewählte Strategie bestraft, da keine Zinsen auf Guthaben zu bekommen waren. Die Banken haben dann jahrelang die Sparer in Aktienanlagen gedrängt. Sparer sind eine Zielgruppe, die als letztes Aktien haben sollten, den die grosse Zahl der Sparer sind Mitbürger, die von Aktienanlagen noch weniger Kenntnis haben als die Banken, die sie ihnen verkaufen, ja aufgedrängt haben. Mit der Behauptung, beim Kontosparen verliere man Geld wegen der Teuerung (ooops, plötzlich soll es doch Teuerung geben?) und weil Guthaben keinen Zins abwerfen, solle man in Aktien investieren. Während etlichen Jahren aufgrund der Tief-Negativzins-Politik, entwickelten sich die Aktienkurse in unnatürliche Höhen. Seit einigen Jahren gibt es immer vermehrter Stimmen, die vor dieser ungesunden Entwicklung warnten. Aber die Gier, die unterliegende Zinssituation sowie die immense Verschuldung der Staaten trieb immer mehr in riskante Aktienanlagen. Die Sorgfaltspflicht der Banken gegenüber den Sparern wurde hier völlig ausser Acht gelassen.

Mit einer derartigen Korrektur an den weltweiten Börsen durch ein Corona-Ereignis war niemand vorbereitet. Am Aktienmarkt muss jedoch immer wieder mit teils massiven Korrekturen gerechnet werden. Massive Korrekturen hätte es auch ohne Corona aufgrund der Verschuldungen und tiefen Zinsen in absehbarer Zeit geben können. Im Moment wären die Sparer alle glücklich, sie hätten ihre Guthaben noch auf den unverzinsten Konten.

Das Zusammenspiel von unfähiger Politik und Banken sowie falscher Markteinschätzung von Zentral- und Nationalbanken hat zu einem Giftcocktail geführt, der die Welt negativ veränderte. Man ist noch mitten drin in dieser Neuorientierung. Man darf gespannt sein, was für Lehren daraus gezogen werden.

Natürlich wird man nun hören, dass man im Nachhinein immer klüger ist. Das ist jedoch eine lächerliche Haltung, denn es gab genügend Warnungen, die schlichtweg nicht beachtet wurden. Ja die Warner wurden belächelt und als Angsthasen abgetan. Nun hat Corona die Korrektur beschleunigt. Aber Corona wird mal vorbei sein. Dann erwartet man eine Neuausrichtung, die nicht derart verheerend sein soll, wie die bisherige SNB-Politik.

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